
Die richtige Temperatur bei der Textilverarbeitung
Die meisten Menschen denken, dass Heizen einfach darin besteht, die Temperatur zu erhöhen. Doch wenn man Stoffe mit hohen Geschwindigkeiten verarbeitet, geht es eigentlich um ein Gleichgewicht zwischen verschiedenen Faktoren.
Wenn die Temperatur um nur fünf Grad ansteigt, gibt es Probleme: Entweder verbrennen die Fasern – was die gesamte Charge ruiniert – oder man verschwendet Geld an Energie, die eigentlich nicht benötigt wird. Deshalb achten wir so sehr auf die „Delta-Werte“, also die kleinen Unterschiede in der Temperatur über der Oberfläche des StOFFS.
Die physikalischen Aspekte
Im Grunde kommt es auf zwei Dinge an: Wie viel Wärme abgegeben wird und wie lange der Stoff dieser Wärme ausgesetzt ist. Auf schnellen Produktionslinien muss die Wärme sofort nach Ankunft des StOFFS ihren Höhepunkt erreichen. Wir verbringen viel Zeit damit, das Verhältnis von Leistung zu Länge anzupassen. Warum? Weil, wenn die Wärme nicht gleichmäßig über die Oberfläche des StOFFS verteilt wird, entstehen Streifen. Streifen bedeuten Abfall. Ehrlich gesagt ist die beste Art, in einer Fabrik nachhaltig zu arbeiten, nicht irgendwelche komplizierten Unternehmensinitiativen – sondern einfach den Verbrauch von Rohstoffen zu reduzieren.
Umgang mit Verschleiß
Die Geräte werden stark belastet. Wir bauen unsere Heizelemente so, dass sie Oxidation und Verschleiß widerstehen können – auch dann, wenn sie 24/7 in Betrieb sind. Es gibt immer einen Kompromiss: Wenn man versucht, die Wärmestärke zu erhöhen, um die Produktion zu beschleunigen, wird den Lampenfilamenten viel mehr Belastung zugefügt. Um das zu vermeiden, kalibrieren wir die Spannung sorgfältig. Dadurch werden die Elemente nicht zu heiß, was bedeutet, dass man sie nicht alle paar Wochen austauschen muss. So halten sie länger.
Wahre Nachhaltigkeit
Im Textilbereich hört man oft von „grünen Materialien“. Das ist gut – aber für uns bedeutet Nachhaltigkeit vor allem geringere Energiekosten und einen geringeren CO2-Ausstoß. Wenn wir das thermische Profil verbessern, benötigen wir weniger Energie pro Meter Stoff, der die Produktionslinie verlässt. Das Beste daran: Man muss keine ganze Fabrik umbauen. Diese Systeme sind dazu konzipiert, als Ersatz für vorhandene Systeme verwendet zu werden. Man braucht sie nur in die vorhandenen Steuerungen einzubinden – schon hat man eine bessere Kontrolle über die Prozesse. Dadurch entstehen sauberere Produkte, weniger Emissionen – und man muss die Produktion nicht abschwächen, um dies zu erreichen.